Das Schutzniveau gegen Sprengeinwirkung (Blast-Resistant)

Der Charakter der Angriffe verändert sich mit der Zeit. In letzter Zeit mehren sich die Angriffe mit Sprengmitteln - nach Expertenmeinungen ging dem Angriff mit Schußwaffen im Jahre 2012 in mehr als der Hälfte der Fälle ein Sprengmittelangriff voraus.

Sprengladungen, die unter oder neben der Straße versteckt werden, sind die Hauptbedrohung in vielen Ländern Afrikas und des Nahen Ostens. In den Städten werden oft an Orten mit Menschenansammlungen Bomben gezündet – in Ländern wir Irak und Afghanistan sind terroristische Akte fast alltäglich – und in solchen Fällen ist die einzige Chance auf ein Überleben, daß man sich in einem professionell gepanzerten Fahrzeug befindet.

Die Ladungen der Selbstmordattentäter sind selten größer als 15 kg Sprengstoff; professionell gepanzerte Fahrzeuge können das aushalten, aber die Autos der überwiegenden Mehrheit der Hersteller läßt einem bei einer solchen Explosion nur wenige Überlebenschance.

EINIGE BEREICHE IN DER PANZERUNGSAUSFÜHRUNG SIND EXTREM WICHTIG FÜR DIE BLAST-RESISTENZ DES FAHRZEUGES:

Panzerung der Türen
Mehrere Panzerstahlplatten innerhalb der Tür
Mehrere Panzerstahlplatten innerhalb der Tür

Die überwiegende Mehrheit der Hersteller führt die Türpanzerung auf dieselbe Weise aus – durch das Einsetzen mehrerer Platten aus Panzerstahl in die Tür.

Mehrere Platten, mit Schrauben befestigt und punkt-/stichgeschweißt
Mehrere Platten, mit Schrauben befestigt und punkt-/stichgeschweißt

Das Problem ist, dass eine solche Tür keiner ernsthaften seitlichen Explosion standhalten kann – die Schweißnähte, insbesondere das Heft-/Stichschweißen, halten die Platten nicht stark genug zusammen, sodass sich diese in den ersten Millisekunden einer Explosion lösen und ins Fahrzeuginnere fliegen würden.

Panzerung ausschließlich mit Schrauben befestigt
Panzerung ausschließlich mit Schrauben befestigt

Offensichtlich reißt schon eine schwache Druckwelle eine solche Konstruktion auseinander. Darüber hinaus erzeugen Schrauben und Verbindungsstellen zusätzliche ballistische Lücken.

Panzerung mit nur einer Panzerplatte
Panzerung mit nur einer Panzerplatte

Panzerung mit nur einer Panzerplatte – so sollte sie konstruiert sein.

Selbstverständlich panzern wir Türen ausschließlich auf diese Weise.

Panzerung der Türrahmen

Nur sehr wenige Hersteller kümmern sich darum, die Türrahmen zu ersetzen oder zu verstärken – sie setzen einfach kugelsicheres Glas in die Standardrahmen ein:

Obwohl dies die schnellste und einfachste Methode ist, kugelsicheres Glas zu montieren, bleibt das gleiche Problem bestehen – solche Türen halten keiner nennenswerten seitlichen Explosion stand. Der Standardrahmen ist nicht dafür ausgelegt, einer Druckwelle standzuhalten, und die sogenannten „Geschossfänger“ in den Türrahmen können die Situation nicht retten.

Von außen verstärkte Türrahmen
Von außen verstärkte Türrahmen

Der Nachteil verstärkter Türrahmen besteht darin, dass sie in der Regel sehr massiv wirken – es ist sofort erkennbar, dass das Fahrzeug gepanzert ist. Der Grund: Fast alle Hersteller verstärken die Rahmen von außen.

Von innen verstärkte Türrahmen
Von innen verstärkte Türrahmen

In unseren Fahrzeugen werden die Rahmen innen montiert, sodass sich das äußere Erscheinungsbild kaum von dem eines Serienfahrzeugs unterscheidet.

Die Spritzwand (Firewall)

Nahezu alle Hersteller verwenden bei komplexen Flächen wie der Spritzwand kleine, mosaikartige Platten, die miteinander verschweißt werden, wenn eine ordnungsgemäße Panzerung nötig wäre. Nur wenige Hersteller weltweit nutzen die Technologie der Warmumformung von Panzerstahl. Diese Technologie ermöglicht es, Teile aus Panzerstahl exakt in der benötigten Form herzustellen.

Standardmäßig „verstärktes“ Scharnier
Standardmäßig „verstärktes“ Scharnier

Der Nachteil verstärkter Türrahmen ist, dass sie in der Regel sehr massiv wirken – es ist offensichtlich, dass das Fahrzeug gepanzert ist. Der Grund dafür ist, dass nahezu alle Hersteller die Rahmen von außen verstärken.

Technologie der Warmumformung von Panzerstahl
Technologie der Warmumformung von Panzerstahl

In unseren Fahrzeugen werden die Rahmen innen montiert, sodass sich das äußere Erscheinungsbild kaum von dem eines Standardfahrzeugs unterscheidet.

Scharniere

Eine gepanzerte Tür ist deutlich schwerer als eine ursprüngliche, daher müssen die Türscharniere verstärkt werden. In den meisten Fällen werden die folgenden Methoden zur Verstärkung verwendet:

Standard­scharniere, mit Blechen verstärkt
Standard­scharniere, mit Blechen verstärkt

Obwohl diese Lösung sehr kostengünstig ist, hat sie zwei gravierende Nachteile:

  • Mit der Zeit beginnt die Tür zu vibrieren, da Teile der Scharniere unverstärkt bleiben.

  • Eine starke Explosion kann die Tür einfach herausreißen – Standardscharniere sind nicht für hohe Zugfestigkeiten ausgelegt.

Aus mehreren Platten zusammengeschweißte Scharniere
Aus mehreren Platten zusammengeschweißte Scharniere

Eine weitere gängige Lösung sind aus mehreren Platten verschweißte Scharniere. Solche Scharniere sind frei vom ersten Problem – in der Regel sind sie robust genug, um das Türgewicht zu tragen – können die Tür jedoch bei der Einwirkung einer Druckwelle dennoch nicht halten.

Aus einem einzigen Stück Stahl gefrästes Scharnier
Aus einem einzigen Stück Stahl gefrästes Scharnier

Um beide Probleme zu lösen, sollte ein Scharnier aus einem einzigen Stück Stahl gefräst werden.

Solche Scharniere sind teurer als geschweißte, aber nur sie können die Türen bei einer erheblichen Explosion sicher halten.

Explosion in Pakistan – Ermordung des pakistanischen Sicherheitschefs

Drei Personen, darunter der Sicherheitschef von Pakistan, starben am 10. Juli 2013 nach einem Selbstmord-Sprengstoffanschlag.

Die Detonation wir nicht sonderlich stark – kein Krater in der Straße, die Räder des Fahrzeuges kaum bschädigt (im Falle einer heftigen Explosion schiebt die Druckwelle das Fahrzeug so schnell, daß die Reifen von den Felgen gezogen werden), die Serienkarosserie war nicht abgerissen.

Dennoch hat dieses Fahrzeug seine Aufgabe, die Insassen zu schützen, nicht erfüllt – was nicht verwunderlich ist, wenn man die Art der Beschädigung betrachtet:

  • die Scheiben waren weggeblasen – offensichtlich waren sie nicht hinreichend befestigt gewesen
  • eine Tür war komplett herausgerissen – die Scharniere hatten der Belastung nicht widerstehen können
  • die Panzerung ist einfach aus den Türen herausgefallen

Die Insassen wären nicht gestorben, wenn dieses Fahrzeug eine geprüfte Schutzzelle ausgewiesen hät

Zertifizierung der Fahrzeuge von Aurum Security

Während der Zertifizierung in Deutschland hat unser Fahrzeug folgenden Sprengangriffen widerstanden:

15 kg TNT von der Seite aus 2 m Entfernung in 1 m Höhe

Dieser Test modelliert einen Angriff mit selbstgebauten Sprengmitteln, sog. IED (improvised explosive device), die am Straßenrand deponiert werden - ein an den "Brennpunkten" recht häufiges Vorkommnis. Die Fahrzeuginsassen hätten keine Verletzungen davongetragen.

die gleichzeitige Detonation von 3 Handgranaten DM51 A1 unter den Fahrzeugboden

Dies ist eine verschärfte BRV 2009-Anforderung, welche die Ansprengung mit 2 Handgranaten DM51A1 vorsieht. Die Fahrzeuginsassen hätten keine Verletzungen davongetragen.

die Detonation einer DM-31 Schützenmine

Die Fahrzeuginsassen hätten keine Verletzungen davongetragen.

die Detonation von 6 kg TNT unter dem Vorderrad

Die Fahrzeuginsassen hätten keine Verletzungen davongetragen.

die gleichzeitige Detonation von 3 Handgranaten DM51A1 auf dem Fahrzeugdach

Dies ist eine verschärfte BRV 2009-Anforderung, welche die Ansprengung mit 2 Handgranaten DM51A1 vorsieht. Die Fahrzeuginsassen hätten keine Verletzungen davongetragen

Näheres über die durchgeführen Tests finden Sie hier.

Die Zertifizierung hat bestätigt, daß unsere Sonderschutzfahrzeuge tatsächlich Schutz bieten. Es gibt nur wenige Firmen auf der Welt, die in der Lage sind, gepanzerte Fahrzeuge mit einem solchen Schutzniveau gegen Sprengeinwirkungen herzustellen.

Unsere fahrzeuge bieten den höchstmöglichen schutz, den man in einem zivilen fahrzeug erhalten kann.

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Adresse:
Beyerbachstr. 7
65830 Kriftel, Deutschland

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